© 2024 Benjamin Renter

Architektur der Verdrängung
2015

Diese Bilder aus verschiedenen europäischen Städten vergleichen alltägliche Wege, Plätze und Bebauungen. Sind Orte, durch die wir laufen, hermetisch, privat oder nutzbar? Spiegelnde, undurchlässige Gebäudekörper sind für Fußgänger ohne Zugangsberechtigung nicht transparent und offen, sondern abweisend. Sie versperren den Weg. Glatte Bilder und Fassaden überformen Städte. Bebauungen, die zuvorderst als Ansichten entworfen wurden, können lebensfeindlich sein. Bleiben Zwischenräume erhalten? Funktionieren Architekturen, die als glatte Bilder aus Architekturprogrammen kommen, im Kontext der Stadt oder sind sie nur Ausdruck schneller Investitionen?

Blicke suchen nach Beschäftigung. Beim Laufen in der Stadt muß die eigene Phantasie selbst mit eintönigsten Gestaltungen umgehen. Dabei fallen manchmal absurde Konstruktionen auf, die die unmenschlichen Veränderungen schmerzlich bewußt machen. Welche Bebauung passt zu Mensch und Ort?

Mit den Bildern möchte ich zur politischen Auseinandersetzung mit Stadtplanung und öffentlichem Raum beitragen. Es wäre schön, wenn sie zum Handeln im eigenen Stadtteil anregen könnten.

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